Kann dir Meditation helfen glücklicher und produktiver zu werden?

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Meditation und Achtsamkeit gewinnen zunehmend an Beliebtheit. Aber sie sind mehr als nur Buzzwords für Hippies mit Yoga Matten – wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Meditation anhaltende Vorteile für die Gesundheit haben kann. Angefangen bei der Hilfe von schwierigen Entscheidungen am Arbeitsplatz, bis hin zur Linderung der Effekte von Depressionen, haben Studien gezeigt, dass Meditation tatsächlich dein Leben verändern kann.

Was ist Meditation eigentlich?

Die Begriffe Meditation und Achtsamkeit sind Teil unseres Alltags. Aber was bedeuten sie wirklich? Achtsamkeit ist Vorgang sich seines Umfelds, seiner Gefühle, psychologisch bewusst zu sein und den Moment war zunehmen. Es wird durch ruhige Reflexion alleine oder geführt durch einen Lehrer praktiziert. Im Grunde geht es darum sein Bewusstsein von allen Ablenkungen und Sorgen zu befreien.

Meditation ist ein sehr breit gefasster Begriff, unter den viele verschiedene Techniken zum Wohlbefinden auf der ganzen Welt fallen. Achtsamkeit ist technisch betrachtet nur eine sehr beliebte Art der Meditation. Für diesen Artikel werden wir die Begriffe als substituierbar betrachten. Im Folgenden stellen wir dir fünf wissenschaftlich bewiesene Vorteile vor, die Meditation auf deine Gesundheit haben kann.

1. Achtsamkeit macht dich glücklicher

Der vielleicht bekannteste Nutzen von Meditation ist, dass es dich glücklicher macht. Eine Schwedische Studie fand heraus, dass die Ausübung von Achtsamkeitsübungen einen starken, positiven Effekt auf den Geisteszustand hat und gegen Stress hilft. Sogar Schulkinder können schon von Achtsamkeit profitieren. Viert- und Fünftklässler die an einem Meditationsprogramm teilgenommen hatten, konnten besser mit Stress umgehen und waren beliebter bei ihren Klassenkameraden, als andere Kinder. Interessanterweise war auch ihre mathematische Leistung deutlich besser.

2. Achtsamkeit hilft psychologische Fallen zu vermeiden

Meditation kann helfen psychologische Fallen im Alltag zu umgehen. Eine Studie fand heraus, dass Achtsamkeit helfen kann, sich auf das jetzt zu konzentrieren anstatt sich über die Vergangenheit oder Zukunft zu sorgen. Dies hilft Entscheidungen rational zu treffen und Fallen, wie die Sunk Cost Fallacy (=Irrtum untergegangener Kosten) zu umgehen.

Hier die Kurzfassung für alle die nicht mit dem Konzept vertraut sind. Als Sunk Cost Fallacy wird bezeichnet, wenn eine Entscheidung alleine auf Grund der bereits investierten Ressourcen getroffen wird. Wenn man, zum Beispiel, in einer längeren Schlange an der Kasse ansteht, statt in eine kürzere zu wechseln, weil man schon so lange gewartet hat, obwohl es wahrscheinlich länger dauert. „Wir haben herausgefunden, dass sogar 15 Minuten Meditation gegen den Sunk Cost Bias helfen können, indem sie den Fokus mehr auf das jetzt als auf die Zukunft richten,“, merkte Sigal Barsade, Co-Autor der Studie und Professor der Wharton School, an.
Der Sunk Cost Bias kann letztendlich zu schlechten Entscheidungen führen, die negative Auswirkungen auf Leistung und Resultate von Mitarbeitern und Unternehmen haben.

3. Meditation kann dein Gehirn verändern

Meditation hilft dir nicht nur, dich subjektiv besser zu fühlen, sondern kann tatsächlich dein Gehirn verändern. Im Rahmen einer Studie wurde das Gehirn von 44 Probanden gescannt, mit dem Resultat, dass bei denjenigen, die regelmäßig meditieren, die grauen Zellen im Bereich der emotionalen Kontrolle, signifikant größer waren. Das Ergebnis? Die Vorteile von Meditation treten nicht nur während der Ausübung oder direkt danach zu Tage. Sie gehen vielmehr in den Alltag über und helfen dir ruhig zu bleiben und deine Gefühle zu kontrollieren. Daher kannst du von deiner täglichen Meditation ein Leben lang profitieren.

4. Meditation ist therapeutisch

Achtsamkeit führt zu mehr Glück und kann die Struktur deines Gehirns verändern. Daher überrascht es auch nicht, dass Meditation helfen kann, gegen emotionalen Schmerz anzukämpfen. Eine Studie fand heraus, dass kognitive Therapie, die auf Achtsamkeitsübungen basierte, in der vorsorglichen Depressionsbehandlung effektiver war, als Antidepressiva. Dies bestätigten auch Studien der New York Academy of Sciences. Diese sagten, dass Achtsamkeitsmeditationen helfen konnten Schmerzen, sowohl im Labor, als auch im Krankenhaus, signifikant zu lindern. Die Autoren der Studie merkten sogar an, dass Meditation helfen kann physischen Schmerzen vorzubeugen (Wichtig: bitte stimmen Sie sich immer mit ihrem Arzt im Vorfeld über die empfohlene Behandlung ab).

5. Meditation hilft Stress abzubauen

Achtsamkeit kann dir nicht nur mehr Ruhe im Leben bescheren, sondern kann auch helfen die schwierigsten Momente im Leben zu überstehen. Eine Studie hat gezeigt, dass Krebspatienten, die Teil eines Meditationsprogramms waren, ihren Stress im Schnitt um 31 Prozent senken konnten. Eine weitere Studie fand heraus, dass sich die Lebensqualität von Gesundheitsexperten drastisch verbesserte, nachdem sie an einem achtwöchigen Achtsamkeitsprogramm zur Stressminderung teilgenommen hatten.

Wo soll ich anfangen?

Wenn du jetzt Lust bekommen hast es auch einmal auszuprobieren gibt es verschiedene Möglichkeiten. Aber du musst nicht erst ein 300 Seiten Buch lesen oder zu einer Meditationsgruppe in deiner Nachbarschaft gehen. Immer mehr mobile Lösungen haben sich mit dem Thema befasst und leiten dich durch verschiedene Module um dir Meditation näher zu bringen. Dein Karlsson Team hat verschiedene Apps ausprobiert und kann dir Headspace und Balloon empfehlen. Beide Apps führen dich spielend in die Welt der Meditation ein und helfen dir schrittweise mit dem Thema Achtsamkeit umzugehen. Und denke immer daran: Meditieren ist nicht nur ein guter Weg um sich zu entspannen, sondern zahlt sich auch aus.

Quelle: Alex Webb, Policygenius.com