Das Rennen gegen die Vergesslichkeit

Der Lauf der Zeit

Was in den 90er Jahren noch als langweiliger Randsport galt ist heute der Sport der Gesellschaft – Laufen. Auch wenn nicht jeder ein Usain Bolt ist oder den New York Marathon mitläuft, ist Laufen eine Bestätigung die nicht nur körperlich sondern auch geistig fit hält. Das haben auch Forscher der Goethe Universität Frankfurt herausgefunden.

Sie haben die Auswirkung von regelmäßiger sportlicher Aktivität auf das Gehirn untersucht und fanden heraus, dass Laufen den Anstieg von Cholin verhindert. Die Konzentration dieses Stoffwechselproduktes erhöht sich meist aufgrund eines Verlustes von Nervenzellen, oft im Zusammenhang mit einer Alzheimererkrankung. Die Studie hat gezeigt, dass Laufen die Konzentration des zerebralen Cholins stabilisiert und somit gegen fortschreitende Demenz hilft. Gleichzeitig erhöht das Training auch die körperliche Fitness und stärkt das Herz.

Run Forest run!

Dass Sport einen positiven Einfluss auf das Erinnerungsvermögen hat haben auch Neurowissenschaftler des National Institutes on Aging in den USA festgestellt. Physische Aktivität führte zu einer Erhöhung des Proteins Cathepsin B, welches einen nachgewiesenen Effekt auf ein besseres Erinnerungsvermögen hat.

Sport macht also nicht nur fit und schlank sondern ist auch gut für das Gehirn. Wichtig ist ein geplantes und fundiertes Training mit Meilensteinen und einem Ziel. Oder man macht es wie Forest Gump und läuft einfach Mal drauf los.

 

Quellen:

1.     S Matura, J Fleckenstein, R Deichmann, T Engeroff, E Füzéki, E Hattingen, R Hellweg, B Lienerth, U Pilatus, S Schwarz, V A Tesky, L Vogt, W Banzer, J Pantel (2017) Effects of aerobic exercise on brain metabolism and grey matter volume in older adults: results of the randomised controlled SMART trial. Translational Psychiatry

2.     Moon et al. Running-Induced Systemic Cathepsin B Secretion Is Associated with Memory FunctionCell Metabolism, 2016